Kategorie: Allgemein

Neu in Version 2.8.7: Speichern der Suche

Wir haben mit der Datenbank-Version 2.8.7 etwas Neues für Euch: ab sofort könnt ihr als registrierter Benutzer Eure Suchabfrage speichern.

Vielleicht habt ihr Suchabfragen, die ihr schon oft ausgeführt habt, oder immer wieder ausführt und nicht immer neu eingeben wollt? Dann führt sie noch einmal aus, gebt der Suchabfrage einen Namen und ihr könnt sie ab sofort im Schnellzugriff im Sucheformular aufrufen, ohne jedesmal alle Suchparameter wieder eingeben zu müssen. Verwalten bzw. Löschen könnt ihr Eure gespeicherten Suchanfragen dann in Eurem persönlichen Profil.

Vielleichtht hilft es dem ein oder anderen. Viel Spaß mit dem neuen Feature!

Wartungsarbeiten am Server

Auch der beste Server bedarf einer Wartung. Aktuell bekommt unser Server eine neue IP und damit neue DNS Einträge. Das Problem dabei ist: der Server ist ggf. eine zeitlang nicht erreichbar, da die Aktualisierung der DNS Einträge des Server einfach etwas dauert. Schuld daran ist das “Schneeballsystem” von DNS, mit dem sich die unterschiedlichen Server voneinander updaten. Daher können die Ausfallzeiten auch von Provider zu Provider etwas unterschiedlich ausfallen, von 12 bis 24 Stunden ist fast alles möglich und liegt nicht weiter in unserer Macht. Wichtig ist: der Server und die Datenbank lebt, keine Sorge, ihr erreicht sie nur für ein paar Stunden aufgrund einer falschen Adressauflösung nicht.

Modellbahn Neuheiten 2023 – eine kleine, subjektive Betrachtung

Die Spielwarenmesse in Nürnberg läuft und die Neuheiten der gängigen Hersteller sind bekannt. Zeit, einmal auf das Neuheitenjahr 2023 zu schauen. Für mich persönlich wieder einmal ein teures Jahr, nachdem das vergangene Jahr eher unterdurchschnittlich war. Irgendwie haben sich die Hersteller dahingehend verschworen, die für mich interessanten Modelle im Abstand von 2 Jahren herauszubringen, dann aber auch alle Hersteller im selben Jahr. Das Gute ist, dass man ein Jahr zum Sparen hat.

Die neue, dezent gealterte Baureihe 103 mit kurzem Führerstand in orientrot von Märklin

Mein Highlight dieses Jahr: der InterRegio von Märklin/Trix und die neue General Electric GE ES44AC von Märklin/Trix, die in Kooperation mit Broadway Limited erscheint.

Generell ist bei Märklin weiterhin der Trend erkennbar, viele Wünsche und Kritiken der letzten Jahre umzusetzen und zu verbessern. Die Pufferbohle wurde letztes Jahr auf Normhöhe gesenkt, Trix-Modelle bekommen RailCom ab Werk. Dieses Jahr liegt der Fokus auf der Inneneinrichtung der Personenwagen. Nach den neukonstruierten Wagen der Verwendungsgruppe 29 aus dem Insider-Set wird nun auch mit den neuen InterRegio Wagen 43900, 43901 und 43902 die Inneneinrichtung aufgewertet und mehrfarbig dargestellt. Der beige Einheitseinsatz für Personenwagen scheint der Vergangenheit anzugehören. Auch scheint der Trend auch in Richtung werkseitiger Innenbeleuchtung mit Pufferkondensator zu gehen. Mir persönlich gefällt dieser Trend. Ich mag es, möglichst vollständig ausgerüstete Modelle ab Werk zu bekommen, das mag aber jeder anders sehen. Leider schlägt sich dieser Trend auch im Preis nieder, mit bis zu 100 EUR für einen Personenwagen werden wir wohl künftig leben müssen. Ob es für die passende Zuglok für den InterRegio der Baureihe 103 in orientrot eine Alterung gebraucht hat, wo doch die Wagen nicht gealtert sind, sei mal dahingestellt. Ich hätte auch gut ohne die Alterung leben können, auf den Zug in dieser Kombination warte ich jedoch schon so lange, dass es mir auf dieses Detail dann nicht ankommt.

Eine gelungene Überraschung ist die GE ES44AC der Union Pafic, mit der Märklin/Trix den Weg der US-Modelle nach älterem Vorbild verlässt und eine moderne Brot-und-Butter-Lok aus den USA als Neukonstruktion anbietet, natürlich mit einem neukonstruierten Wagen-Set. Wobei man Neukonstruktion hier relativ sehen muss, entstehen die Modellein Koorperation mit Broadway Limited, die die Modelle schon einige Jahre im Programm haben. Wie bei Broadway Limited kommen die Modelle auch bei Märklin/Trix mit dynamischen Rauch. Inwieweit Märklin die Elektronik anpasst, wird man sehen, den BLI Paragon Sound werden sie sicherlich nicht ausliefern, hier wird ein Soundprojekt und ein Sounddecoder von Märklin zum Einsatz kommen, hoffentlich in ähnlicher Qualität. Schon ist auch, dass die Lok gleich in zwei verschiedenen Lackierungsvarianten der Union Pacific erscheint.

Märklin kommt in diesem Jahr auch mit einer WLAN Mobile Station 2, die mit einer Empfängerbox mit einer Gleisbox oder einer Central Station 3 verbunden werden kann. Leider liegen aktuell noch recht wenige Informationen zu dem Gerät vor, in Nürnberg waren erste Prototypen zu besichtigen. Spannende Frage dürfte sein, wie lange die Batterien halten, denn mit diesen wird die WLAN Mobile Station betrieben werden, zumal das Batteriefach mit einer Schraube verschlossen zu sein scheint, was einen schnellen Batteriewechwel erstmal unmöglich macht. Auch noch offen ist die Frage, was die Empfängerbox gegenüber deutlich günstigeren WLAN Access Lösungen von z.B. TP Link zu leisten im Stande ist, die diesen kolossalen Aufpreis rechtfertigen.

Piko fehlte in Nürnberg bringt aber trotzdem eine ausgewogene Mischung moderneren Rollmaterials. Der ganz große Knüller blieb aber hier dieses Jahr aus. Ein paar nette Varianten finden sich trotzdem im Angebot. So werden die sehr guten Brot-und-Butter-Loks in verschiedenen Farbvarianten angeboten. Generell versteht es Piko sehr gut, sein Standardsortiment mit attraktiven Farbvarianten am Leben zu halten. Interessant dürfte werden, wie sich Piko im Segment der Schlepptender-Dampfloks schlagen wird, die dieses Jahr erstmals seit langer Zeit als Neukonstruktion in Form der Baureihe 03 angekündigt wurde, hier bin ich besonders gespannt.

Roco, die ebenfalls in Nürnberg fehlten, sind für mich in diesem Jahr die größte Enttäuschung. Hier gibt es dieses Jahr wirklich nichts, was mich auch nur ansatzweise reizen würde, auch nach der zweiten oder dritten Durchsicht des Neuheitenprospektes. Vielleicht muss man sagen: zum Glück.

Gedanken zu Fake-Shops im Internet

In den letzten 2 Jahren nehmen die Meldungen über Fake-Shops im Bereich Modelleisenbahn zu. Die neue Masche ist, einen Online-Shop mit Modellbahnartikeln ins Netz zu stellen, die preislich sehr, sehr attraktiv sind. Üblicherweise werden beliebte Artikel mit 50% und mehr gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung angeboten. Die Online-Shops firmieren dann unter den aberwitzigsten Internetadressen, so wurden Modellbahnartikel schon unter der Internet-Domain eines Fitnessstudios oder einer Pizzeria angeboten. Alleine dieser Umstand sollte einem eine erste Warnung sein. Man geht im realen Leben ja auch nicht in ein Fitnessstudio oder in eine Pizzeria, um Modellbahnartikel zu kaufen, im Internet scheint das weit aus weniger ein Problem zu sein. Ein Impressum fehlt den meisten Shops und auch die allgemeinen Geschäftsbedingungen sind oft nur mit einem automatischen Übersetzer-Tool übersetzt oder in gebrochenem Deutsch verfasst.

Trotz all dieser Anzeichen mehren sich die Nachfragen in Internet-Foren, wo Leute sich dann erkundigen, was von diesem Online-Shop zu halten ist bzw. wie die Erfahrungen sind. Der verlockende Ausblick auf das Schnäppchen und die in Deutschland leider sehr verbreitete “Geiz ist geil”-Mentalität (einer Elektronik-Fachmarkt-Kette sei Dank) sorgen dafür, dass einfachste Warnzeichen ignoriert werden. Oft wird wird einfach bestellt und nachher hört man in Internet-Foren: “Ich habe in Shop xy etwas bestellt und sofort bezahlt, habe aber seit 3 Wochen nichts von meiner Ware gehört. Ist das da normal?” Das ist dann der Moment, wo man realisiert, dass man einer betrügerischen Masche aufgesessen ist und im Schnäppchenwahn wohl bitteres Lehrgeld gezahlt hat. Ein Glück, wenn man dann noch Käuferschutz in Anspruch nehmen kann.

Woran erkennt man diese also Fake-Shops? Wie bereits erwähnt, sollte man schon auf die Internetadresse achten. Wenn jemand Modellbahnartikel unter einer Internetadresse vertreibt, die nicht im entferntesten etwas mit Spielwaren zu tun hat, sollte man stutzig werden. Generell sollte man immer bei neuen Shops im Internet, bei denen man zu bestellen gedenkt, auch das Impressum konsultieren, um Klarheit zu bekommen, wer denn überhaupt mein Vertragspartner ist im Falle, dass ein Kaufvertrag zustande kommt. Fehlt das Impressum oder ist der Vertragspartner durch Verschleierung auf der Webseite nicht erkenntlich, sollte man auch die Finger von einer Bestellung in diesem Shop lassen.

Darüberhinaus gilt die alte Internet-Weisheit: wenn ich schon andere fragen muss zur Seriosität eines Online-Shops, dann habe ich zumindest innerlich Zweifel. Und wenn ich die schon habe, warum bestelle ich dann dort? Lasst Euch nicht vom Preis blenden, wer Ware vermeintlich anbieten kann zu einem Preis weit ab von jeglicher Händlermarge (und damit extremst günstig), der hat in der Regel nichts zu verkaufen und hat andere Absichten.

Was mache ich, wenn ich einen Fake-Shop entdecke? Das ist in der Tat ein zweischneidiges Schwert. Einerseits neigt man dazu, andere vor diesem Shop zu warnen, also in Foren und anderen Communities diesen Shop zu publizieren und mit einer entsprechenden Warnung zu versehen, andererseits fördert man damit den Shop, wenn man ihn in reichweitenstarken Medien publiziert, da mit der Veröffentlichung der Internet-Adresse in reichenweitenstarken Medien der Score des Shops in verschiedenen Suchmaschinen unweigerlich steigt. Mein Ratschlag: warnen ist gut, aber vermeidet unnötiges Posten von Internet-Adressen.

Qualität bei Märklin

Ich habe lange gezögert, ob ich überhaupt einen Post zu dem Thema schreiben soll, aber meine jüngsten Erfahrungen haben mich doch veranlasst, ein paar Worte über die scheinbar deutlich sinkende Qualität bei der Firma Märklin zu schreiben und zu teilen.

Generell: seit über 30 Jahren bin ich Kunde bei Märklin. Selten hatte ich Grund zur Klage. Ich betreibe eine Sammlung von Modellen aus dem Bereich Deutschland und Schweiz der Epoche III bis VI auf Wechselstrom, es bedarf hier auch keiner Diskussion, das ist natürlich gewachsen, so etwas stellt man nicht einfach auf Gleichstrom um.

Es gibt seit geraumer Zeit immer wieder Diskussionen, teils polemisch, teils aber auch recht sachlich, über diverse Qualitätsmängel bei Märklin. Ich habe das lange Zeit sehr amüsiert verfolgt, vielleicht auch teilweise recht überheblich in den Foren kommentiert, auch, weil ich nie Probleme hatte. Alle Modelle, die ich mir gekauft habe, waren nach meinem Anspruch einwandfrei und ich war bereit, diese für den aufgerufenen Preis zu akzeptieren. Märklin war nie dafür bekannt, die am feinsten detaillierten Großserienmodelle am Markt zuhaben. Aber die hatten immer ein paar Vorteile auf ihrer Seite: Metallgehäuse, solide Technik und eine fast unverwüstliche Qualität, dafür war man auch gerne bereit, mal auf ein noch so filigranes Detail zu verzichten, zumindest ich war dazu bereit, aber ich bin auch scheinbar deutlich weniger anspruchsvoll, als die gemeine Internet-Community, die bei Märklin kauft.

Wie kommt es, dass selbst ein relativ unkritischer Kunde des Hauses Märklin einen solchen Post verfasst? Die Antwort ist: Frust. Auch mich hat mittlerweile die phasenweise schlampige Qualität von Märklin zermürbt. Was ist passiert?

In den letzten beiden Jahren kaufte ich viele Wagen-Sets. Leider kann man sich nicht mehr darauf verlassen, dass in einem Wagen-Set drin ist, was Märklin verspricht. Überprüft bitte jedes Wagen-Set, das ihr kauft, besonders Wagen-Sets, deren Zusammenstellung optisch vermeintlich identische Wagen beinhaltet, sieht man doch nicht so schnell auf den ersten Blick den Fehler.

Mir ist es in den letzten zwei Jahren nun zweimal Mal passiert, dass Wagen-Sets nicht korrekt zusammengestellt waren im Auslieferungszustsand, d.h. dass ein Wagen z.B. doppelt im Set vorhanden war, ein anderer Wagen dafür fehlte. In beiden Fällen waren es Wagen, bei denen es aufgrund des Bautyps bei einer ersten Sichtungsprüfung nicht auffällt, sondern erst, wenn man anfängt, z.B. die Details in die Datenbank zu übernehmen und die Betriebsnummern näher anschaut. Betroffen in meinem Fall die Wagen-Sets Märklin 43947 (Euro-Express) und noch ärgerlicher, das Insider-Wagen-Set 41327 zum VT 92.5. In beiden Fällen konnte eine Lösung gefunden werden, doch warum muss man überhaupt eine Lösung finden?

Den Fass den Boden hat dann am Anfang der Woche die Lieferung eines Märklin Klassikers (und auch als solcher beworben) ausgeschlagen: ich bekam die V 200.0 aus der Klassiker-Reihe von Märklin mit der Artikelnummer 37806, die prinzipiell wahrscheinlich beste V 200, die Märklin je gebaut haben. Die Lackierung ist top, ein neu gestalteter Maschinenraum, zahlreiche digitale Zusatzfeatures und ein recht ansprechend gestalteter Führerstand, zusammen mit der Umrüstung der Lok auf den Mittelmotor mit Kardanantrieb machen auf dem Papier ein Schmuckstück aus der Lok. Man freut sich und bekommt dies:

Ja, es handelt nur um eine abgefallene Drehgestellblende, und ja, das kann man zu Hause selber korrigieren (was ich auch getan habe, wobei ich Glück hatte, dass nicht alle Kunststoffstifte der Blende abgebrochen waren). Aber bitte was soll ich davon halten? Keines der Modelle war wirklich günstig, dass man aufgrund des Preises über solche “Lappalien” hinwegsehen kann. Was ist mit der viel beschworenen Endkontrolle in Göppingen, die gerne mal im hauseigenen YouTube-Channel wird hochleben gelassen? Wie können solche Modelle das Werk überhaupt verlassen? Mittlerweile ist man froh, wenn schon alle Achsen eines Wagens korrekt montiert sind. Ein Modell, das beim Auspacken auseinanderhält geht für eine UVP von 329 EUR gar nicht.

Ich habe noch einige Vorbestellungen bei Märklin offen und habe immer den Gedanken gehabt, dass die “Foren-Meckerer” ein übertriebenes Anspruchsdenken haben, und übertriebenenere Ansprüche stellen, als ich, der ich Pseudosammler und Teppichbahner bin. Seit dieser Woche setzt auch bei mir ein Umdenken ein. Jedes neue Märklin-Modell wird sehr fein säuberlich auf Mängel untersucht und reklamiert. Strafe muss sein, bei den aufgerufenen Preisen erwarte ich auch mangelfreie Ware beim Auspacken. Man kann auch dem Händler eine Teilschuld geben, warum er keine Kontrolle macht und so etwas rausgibt. Aber wenn das, was die Händler passiert, schon solche Mängel aufweist, warum erreicht so etwas überhaupt den Händler? Fragen, die Märklin sehr schnell beantworten sollte.

Man kann immer behaupten, das sich die Fehlerquote bei mir persönlich in Grenzen hält, aber wenn sie bei mir schon ein Schmerzlimit erreicht, sollte es beim Hersteller Zeit zum Handeln sein.

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