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Neues von Märklins Zinkpest-Front

Ostern hatte ich bei einem Hopper aus den Märklin Start-Sets 29570/29575 Zinkpest am Bodenträger festgestellt und den Kundenservice kontaktiert.

Mittlerweile gibt es Rückmeldung vom Kundenservice, der wohl einen schlechten Tag erwischt hat, denn statt zum konkreten Fall etwas zu sagen, wird in der Antwort auf die anderen Wagen des Sets eingegangen, man hat wohl die Mail nicht richtig gelesen bzw. die Bilder nicht angeschaut.

Unabhängig von dieser Unpässlichkeit sind diese von der Zinkpest betroffenen Wagen wohl abzuschreiben. Ersatzteile, also neue Wagenböden bzw. Bodenträger gibt es nicht, was angesichts der Tatsache, dass die US-Wagenkonstruktionen immer noch in neuen Wagen-Sets verwendet und gebaut werden, schon recht verwunderlich klingt, so dass man davon ausgehen muss, dass die Ersatzteillieferung eher nicht gewollt ist.

Die Kulanzregelung von 50% auf den Kaufpreis pro Wagen, maximal aber auf 10 EUR beschränkt, ist dann bei einem Neupreis von ca. 40 EUR auch eher faktisch bei 25% anzusiedeln, so dass man den Wagen wohl eher abschreibt, insbesondere da nicht klar ist, was für einen Wagen man als Ersatz bekommt und man die Katze im Sack kaufen muss. Schade.

Märklins US-Wagen-Zinkpest schlägt wieder zu

Es war wirklich sehr lange ruhig um die Zinkpest an den Wagenböden der US-Wagen aus dem Hause Märklin.

Wir erinnern uns, vor rund 9 Jahren zeigten die Wagenböden der Box Cars, Reefers und 3 Jahre später auch die des Cabooses aus den Startpackungen 29570 / 29571 / 29575 / 29576 und aus dem Wagen-Set 45650 Auffälligkeiten, dass sich die Wagenböden durchbogen, rissig wurden, teilweise brachen und dabei auch das Kunststoff-Wagengehäuse zerstörten. Klarer Fall: Zinkpest! Märklin hat seinerzeit die Wagen ausgetauscht, bzw. vermeintlich gleichwertigen Ersatz angeboten.

Bislang immer außen vor: die Hopper Cars. Diese sind anders konstruiert, haben keinen vollständigen Wagenboden, sondern nur eine Metallstrebe aus Zinkdruckguß, an der die Drehgestelle und die Kurzkupplungskulisse befestigt sind. Aufgrund dieser Konstruktion waren diese Wagen lange sicher oder galten als sicher.

Nun, 6 Jahre nach dem Fall des Cabooses, ist auch der letzte Wagentyp betroffen, mein Hopper Car aus der Startpackung 29575 zeigt deutlich finale Anzeichen von Zinkpest.

Zinkpest an der Zinkdruckguß-Strebe an der Unterseite des Hopper Cars aus 29575
Deutliche Verformungen durch die Zinkpest an der Zinkdruckguß-Strebe an der Unterseite des Hopper Cars aus 29575
Von außen ist die Verformung kaum oder nur schwer ersichtlich.

Man darf gespannt sein, wie der Märklin Service diesmal reagiert, das Set ist immerhin aus dem Jahre 2006, die Wagen also 14 Jahre alt. Ein einfacher Austausch dürfte daher nicht möglich sein. Inwieweit hier noch Kulanz zum Tragen kommt, sei einmal dahingestellt. Ich werde weiter berichten.

Union Pacific Challenger

Den großen Big Boy der Union Pacific kennt fast jeder: die größte Dampflok der Welt. Dieser Gigant hat aber auch einen kleinen Bruder: die Challenger, ähnlich gigantisch und mit 2 Treibachsen weniger nur unwesentlich kleiner als sein großer Bruder. Die Challenger ist zur Zeit die größte betriebsfähige Dampflok der Welt, da die Union Pacific noch ein fahrtüchtiges Exemplar unterhält. Dies wird sich nach der Restaurierung von Big Boy #4014 ändern.

Warum erzähle ich dieses? Märklin und Trix haben sich des Challengers angenommen. Nachdem die Modellbahnwelt seit 2001 fast jährlich mit neuen Varianten des Big Boys beglückt wurde, der nach wie vor eine herausragende Konstruktion des Hauses Märklin ist, hat man sich entschlossen, einen neuen US-Giganten auf die Schienen zu setzen. So erscheint die auf Öl-Feuerung umgebaute und auf die Betriebsnummer #3706 umgezifferte Challenger mit Windleitblechen und dem typischen Union Pacific Design in silber und schwarz nun als H0-Modell für Märklin und Trix. Erstmalig werden dabei auch 29 schaltbare Digitalfunktionen eingesetzt.

Wenn die Konstruktion und Ausführung ähnlich gut wird, wie die des Märklin Big Boy, ist hier ein großartriges Modell zu erwarten, was aber leider auch seinen stolzen Preis hat: rund 730 EUR ruft Märklin für den Schienengiganten auf. Ich warte gespannt und werde das Modell testen.

Produkt-Ankündigung Märklin

Bis sich die Balken biegen

Wenn man anfängt, seine Sammlung auszumisten, findet man interessante Dinge. So habe ich zum Beispiel einen Caboose aus der Märklin Startpackung 29575 in meiner Sammlung, den ich bestimmt seit einem Dreivierteljahr nicht mehr aus seiner Schachtel geholt habe.

Nun im Rahmen meiner Sammlungsbereinigung habe ich auch diese Schachtel wieder geöffnet und erstaunliches gefunden:

Zinkpest im Wagenboden vom Allerfeinsten. Es ist nicht so, dass es der erste Wagen aus dem Set wäre mit diesem Phänomen, aber nachdem die anderen beiden Wagen bereits vor drei Jahren dieses Phänomen zeigten, dachte ich eigentlich, das gute Stück wäre nicht betroffen. So kann man sich irren.

Vor allem darf man gespannt sein, was für „Zeitbomben“ noch in meiner Sammlung von Märklin-Box Cars so lauern und wie viele Wagenböden sich in den nächsten Jahren noch so biegen werden…

Ich bin ferner gespannt, was der Märklin Kundenservice diesmal zu dem guten Stück sagt, beim letzten Mal haben sie sich bereits recht widerwillig gezeigt, tätig zu werden.